EVA RADT

EVA HAT THEATERPLASTIK STUDIERT UND ARBEITET FREIBERUFLICH IN HALLE AN DER SAALE.

Ich möchte keine Grundsicherung beantragen. Dieser erleichterte Antrag ist, bei genauerem Hinschauen, gar nicht erleichtert. Selbst ohne Corona muss man, um Grundsicherung beantragen zu können erst einmal arm sein. Das versuche ich zu vermeiden. Lieber mache einen anderen Job, bevor ich Harz IV beantrage.

Ich würde mir wünschen, dass Freiberufler*innen genauso behandelt werden, wie Angestellte in einer solchen Situation. Es wäre schön, wenn die Hilfen, die gestellt werden, was ja schon ein riesen Glück ist, nicht an bestimmte Leistungen oder Ausgaben gebunden wären, sondern, dass den Leuten zugetraut wird, dass sie selbst wissen, wofür sie das Geld gerade brauchen. Also auch Lebenshaltungskosten.


Sowie, dass die Hilfen so groß wären, wie ein Kurzarbeitergeld entsprechend für Angestellte.


Ich befürchte, dass die Pandemie den Konkurrenzkampf innerhalb der freiberuflichen Branchen verstärkt und dadurch letztendlich die Löhne sinken,

weil jede*r Angst hat keine Arbeit mehr zu haben und somit Aufträge für weniger Geld macht.